
WACHE FREIWILLIGE FEUERWEHR
KAARST
Der Entwurf nutzt die Möglichkeit, auf dem exponierten Grundstück eine Baukörperkonfiguration zu wählen, die stadträumlich die Feuerwache zum prägenden Bild vor den Toren der Stadt Kaarst macht. Mit dieser Signalwirkung soll ebenfalls für die künftige Weiterentwicklung dieses Gebietes ein architektonisch markanter Punkt gesetzt werden, der auch für die zukünftigen Baumaßnahmen als qualitätvoller Maßstab eine Orientierungshilfe leistet.
Die Fahrzeughalle und die Alarmzentrale im Obergeschoß orientieren sich zur Neersener Straße, von der eine weiträumige Sicht auch zum Kreuzungsbereich besteht. Die Hoffläche befindet sich hinter der Kfz-Halle, so dass eine klare Trennung zwischen Alarmausfahrt und Übungshof besteht. Die architektonische Ausformulierung des Hofs thematisiert in abstrakter Weise das weite Feld der unterschiedlichen Gegebenheiten, in dem ein Feuerwehreinsatz stattfinden kann.
Die archetypischen Zeichen wie Turm, Wand, Treppe, Balkon und Dach poetisieren in ihrer bildlichen Zusammenstellung die komplexe bauliche Atmosphäre, in der sich im Brand- und Katastrophenfall die Feuer-wehrleute bewegen müssen. Übungsturm und Schlauchpflege sowie die Waschhalle flankieren das Übungsareal und bilden eine räumliche Einheit. Der wie ein Rückgrat wirkende Baukörper in seiner Ost-West-Ausrichtung ermöglicht die Herzstücke der Sozial-gemeinschaft baulich besonders herauszuarbeiten. Der große Unterrichtsraum sowie der Floriansraum werden architektonisch hervorgehoben und bilden durch ihre Präsenz für alle Betrachter eine sinnfällige und angenehme Erscheinung. Die neue Feuerwache verwandelt den einst anonymen Ort durch seine unverwechselbare Zeichenhaftigkeit in eine einprägsame Bildhaftigkeit.

LEISTUNG: LP 1-9
BAUHERR: Stadt Kaarst
FERTIGSTELLUNG: 2006
